
Mit der Frage „Wo liegt die wirtschaftliche Zukunft der Region, Frau Schäfer?“ hat Reporterin Antje Bismark, die bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung für den Bereich Mobilität zuständig ist, ein Interview mit Projektleiterin Kerstin Schäfer zu den Chance der Region Hannover in der VW-Krise geführt. Dabei konnten einige Erkenntnisse aus dem Projekt InArbeit Einblicke in Arbeitsmarktveränderungen durch KI generell und im spezielle auf die Automobilbranche bezogen geben.
Ein Kernpunkt war, dass es, je spezialisierter ein Arbeitnehmer bei VW ist, umso schwieriger für ihn oder sie wird, eine adäquate Arbeit zu finden. Die Erfahrung zeigt, dass Beschäftigte mit generellen Fähigkeiten wie Elektrotechnik bessere Chancen auf eine neue Anstellung haben – weil sie einfacher in andere Betriebe wechseln können. Aber klar ist auch: Wenn mehrere Hunderte Menschen mit sehr ähnlicher Qualifikation auf den Arbeitsmarkt entlassen werden, dann wirkt sich das negativ auf die Höhe der Löhne aus, weil der Konkurrenzdruck steigt. Dadurch droht auch Unterbeschäftigung, also eine Beschäftigung die nicht dem Qualifikationsniveau der Person entspricht und dadurch einen geringeren Verdienst mit sich bringt. Die Frage ist ob einige der dann ehemaligen VW Mitarbeiter dann in anderen, zukunftsfähigeren Bereichen unterkommen können. Generell ist die Region Hannover gut aufgestellt im Bereich Künstliche Intelligenz und Digitalisierung. Zum Beispiel im Versicherungsbereich oder der Medizintechnik, speziell der medizinischen Informationstechnologie und Digital Health, kann es zu Jobwachstum durch neue, KI-basierte Produkte, kommen. Gerade im Bereich hybride Jobs, die sowohl spezialisiertes Fachwissen als auch KI-Fähigkeiten verlangen, gibt es gerade viel Potential.
Das ganze Interview ist bei der HAZ online für Abonnementen abrufbar: